La Serena, Valle de Elqui, Fiestas Patrias

 

Dank der Fiestas Patrias am 18. und 19. September hatten fast Alle in Chile ein verlängertes Wochenende oder sogar eine Woche frei. Ich hatte die Chance meine 5 freien Tage in La Serena und dem Valle de Elqui mit zwei weiteren DAAD-Praktikanten und der Gastfamilie eines der Praktikanten zu verbringen.

15.09.2018:

Am Samstag fuhren eine der Praktikantinnen und ich aus Santiago in die, eigentlich nur 6 Busstunden entfernte, Küstenstadt La Serena. Da jedoch der Großteil der Bewohner Santiagos die Stadt zu verlassen scheinen wollte, dauerte das Ganze etwas länger und wir kamen erst nachmittags in La Serena an. Dort wurden wir direkt von dem dritten Praktikanten abgeholt und machten einen Ausflug an den Strand und in die Innenstadt.

16.09.2018:

Am Sonntag Morgen besuchten wir den Markt in La Serena, auf dem es viele Lebensmittel gab, die ich überhaupt noch nie, oder noch nie so ordentlich gestapelt gesehen habe. Für die Preise gilt das ein Euro etwa 750 Chilenischen Pesos entspricht.

An diesem Nachmittag ging es weiter ins Valle de Elqui, ein Tal in der Nähe von La Serena, in dem die Gastfamilie des DAAD-Praktikanten in La Serena mehrere Ferienhäuser besitzt. Wir verbrachten die nächsten Tage im neusten der Häuser, das noch nicht 100% fertig eingerichtet ist, weshalb von der Bettwäsche zum Geschirr alles neu war.

Die Aussicht aus dem Haus war in alle Richtungen unglaublich.

Das ist Black, der Hund der Familie bei der ich die Tage über gewohnt habe. Mit seinen 16 oder 17 Jahren hat er ein ruhiges Gemüt und kann kurze Strecken zu Fuß gehen. Er ist außerdem fast blind und taub, was seinen Sturz in den Pool erklärt. Auf dem Bild sieht man, wie er sich, eingewickelt in Handtücher, von der Kälte des Pools erholt.

17.09.2018:

Am Montag machten wir uns auf den Weg nach Pisco Elqui, einer kleinen Stadt/Dorf tiefer im Tal gelegen. 

Pisco ist ein Distillat aus Traubenmost und das Nationalgetränk Chiles und Bolivien. Die Hauptproduktion des chilenischen Piscos ist in Pisco Elqui, wer hätte das bei diesem Namen auch vermutet. Tatsächlich ist der Ort aber nach dem Getränk benannt und nicht anders herum.

Wenn man aus der Stadt herausläuft kommt man an einer kleinen Distille vorbei, die Führungen durch den Betrieb und Verkostungen anbietet. Dort wurde uns erklärt, dass entgegen der großen Distillen, in ihrem Betrieb keine Chemikalien verwendet werden (kurzes Stirnrnzeln der anwesenden Chemiestudenten). Zum Gären wird keine zusätliche Hefe zuggeben und Bienen werden zum Befruchten der Blüten verwendet. Und auch sonst ist vieles in der Produktion Handarbeit.

 

Von der Traube zum Pisco:

18.09.2018:

Das Valle de Elqui ist bekannt für seine klaren Nächte und die geringe Lichtverschmutzung. Deshalb gibt es sehr viele Observatorien, die jedoch auf Grund des schlechten Wetters (ein paar Wolken) und der Feiertage geschlossen waren. Wir sind deshalb in dieser Nacht auf einen der benachtbarten Hügel gefahren und haben uns die Sterne angeschaut, leider habe ich keine schönen Bilder aufnehmen können. Aber man hat sogar Galaxien mit bloßem Augen erkennen können.

Am Dienstag geht es um die Mittagszeit an einen rießigen Stausee, genauer auf die Staumauer mit einer großartigen Aussicht auf beiden Seiten.

Da der 18. der eigentliche Feiertag ist, werde ich hier etwas über den das Fest erzählen. Es ist wohl gesetzlich vorgeschrieben, dass über diese Tage an jedem Haus eine chilenische Flagge hängt. Mir wurde gesagt, dass die Polizei das nicht direkt kontrolliert, sondern nur einschreitet wenn die Flagge etwa falsch herum aufgehängt wurde. Allgemein hingen überall Flaggen, über den Straßen, den Motorhauben vieler Autos,… Es gibt auch Tischdecken und Servietten, die für Chile typische Dinge zeigen.

Es finden auch viele “fondas” statt, Jahrmarktähnliche Veranstaltungen, auf denen chilenisches Essen, Spiele, und handgemachte Produkte (Honig, Süßigkeiten, Schmuck, Kleidung,…) angeboten werden. Eine bekannte Fonda ist die Pompilla in der Nähe unseres Ferienhauses. Dort gibt es auch eine Bühne, auf der lokale und internationale Tänzer, Musiker und Comedians auftreten. Neben den Ständen befindet sich ein Zeltplatz, in den Zelten verbringen Familien die gesamten Feiertage zusammen.

19.09.2018:

Am letzten Tag der Reise haben wir uns die Militärparade im Fernsehen angeschaut. Diese wurde von Moderatoren begleitet, die sowohl die verschiedenen Einheiten und deren Uniformen erklärten als auch sehr positiv vom Militär allgemein gesprochen haben. Am Rand wurden während der Übertragung ständig eine Art Werbefilm des Militärs gezeigt. Ein seltsamer Anblick für mich.

Am Abend ging unser Bus von La Serena aus zurück nach Santiago. Etwa zwei Stunden vor der Abfahrt saßen wir im Restaurant und riefen bei der Busgesellschaft an um zu fragen ob wir auch in einer anderen Stadt einsteigen könnten. Dabei erfuhren wir, dass der Bus vielleicht gar nicht fahren würde. Bei einem zweiten Telefonat erklärte man uns, dass der Bus eine gute Stunde Verspätung hätte. Da wir in der Nähe des Busbahnhofs waren, schauten wir kurz am Schalter vorbei nur um zu erfahren, dass der Bus keine Verspätung hatte. Das war das erste Mal dass wir unseren Bus fast verpasst haben. Das zweite Mal war als wir schon vor dem Bus standen. Der Fahrer hatte unsere Tickets angeschaut, wir hatten unser Gepäck eingeladen und merkten beim Einsteigen, dass unsere Plätze belegt waren. Der Busfahrer erklärte uns dann, dass wir vor dem falschen Bus gewartet hatten und dass unser Bus drei Stellplätze weiter stand. Nach einem hecktischen Umpacken unserer Rucksäcke saßen wir keine zwei  Minuten vor der Abfahrt im richtigen Bus.

20.09.2018:

Gegen viertel vor sechs Uhr morgens kamen wir in Santiago an. Mit der Metro ging es nach Hause, duschen, nochmal eine Runde schlafen und dann wieder in die Uni.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert